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Samuel in Australien Erzaehlungen, Erfahrungen, Erleben. 2010-03-27T10:28:34Z WordPress http://australia.edelrot.net/?feed=atom Samuel http://edelrot.net <![CDATA[Ein Tag mit Oliver]]> http://australia.edelrot.net/?p=452 2010-03-27T10:28:34Z 2010-03-27T10:28:34Z Wie man so weiss, ist Sofija die Tante von einem kleinen Mann namens Oliver. Und was Tanten eben so machen muessen ist manchmal auf den kleinen Mann aufpassen. Ich bin natuerlich auf dabei – fuer einen ganzen Tag diesmal.

Der Tag beginnt… am Tag bevor. Das klingt zwar unglaublich ist aber so. Denn was man fuer den einen Tag alles bedenken muss – fast wie Urlaub planen. Sofija’s schwester lebt nicht um’s Eck, also muessen wir beide mal ein paar Sachen packen, Zahnbuerste, T-shirt, Laptop, whatever… Tennis Racket, da ich auch noch an dem einen Tag bevor Tennis spiele. Also man stelle mich vor mit Tennistasche, Backpack halbsverschlafen in einem pumpgefuellten Zug an einem Freitag morgen. Autsch.

Tennis war super – danke fuer die nachfrage. Arbeit auch – mit George auf seiner neuen Harley zum Bazaar gefahren Mittagessen – um 3pm. nach dem Tennis, mit den 2 mega Taschen, vollverschwitzt, nach Parramatta mit dem Zug (1 Stunde) um Sofija zu treffen im Max Brenner (alles mit Schokolade, heisse Schokolade, kalte Schokolade, Schokolade Frape, …. ihr wisst eh… wo sonst steckt meine Kleine…) ach ja… da wir gerade von suess sprechen… sind die Fotos nicht suess?

Sofija

Sofija

Ok sie ist suess. Ich schau bloed drein.

Sam

Sam

Das war nach Max Brenner zu Valentinstag (2er Jahrestag fuer uns) und sind dann noch in ein maltesisches Cafe/restaurant gegangen und haben ein paar suesse Pastizzi geschnappt – hmmmm – das war so lecker.. wieder zurueck zu dem einen Tag. Sofija’s Schwester Darija und Daniel sind auf einer Hochzeit und wir passen auf den kleinen Mann auf.

Hier ein Familienfoto…

The family

The family

Daniel and Oliver

Daniel and Oliver

…und hier ein Foto mit uns. Der kleine Lausbub war eh so brav den ganzen Tag. Wir gingen viel spazieren und habe viel Buecher angeschaut und gespielt.

Oliver, Sofija and me

Oliver, Sofija and me

Der kleine weiss genau wenn Mamma und Papa wegfahren – nicht so gluecklich.

Oliver and me

Oliver and me

So ein Tag mit dem kleinen Mann kann aber ganz schrecklich muehsam sein. Also sagen wir mal alle  - Danke Sofija fuer alles was du machst! – Kuss

Sofija white

Sofija white

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Samuel http://edelrot.net <![CDATA[Zur Zeit beschaeftige ich mich mit…]]> http://australia.edelrot.net/?p=449 2010-03-27T10:01:51Z 2010-03-27T10:01:51Z … diesen Buch.

Database Driven Websites

Database Driven Websites

Ich wollte schon immer meine Kenntnisse etwas erweitern, Richtung PHP und MySQL. HTML und CSS sind grundsaetzlich keine Herausforderung mehr (ich denke es wird wieder etwas spannender in einigen Jahren wenn IE6 und IE7 aus dem Weg sind, mehr Browser wie Safari oder Chrome auftreten und man kommerziell, breitflaechig CSS3 – zum Bleistift – verwenden kann… however). Da ich jetzt auch in der Arbeit immer mehr mit CMS Systemen arbeite, stosse ich gleichzeitig immer mehr auch auf die Notwendigkeit das zu verstehen was etwas unverstaendlich ist (nicht voellig, aber vieles) – the dark side of the site :D

Ich muss sagen, das Buch ist grossartig und fantastisch fuer jemanden wie mich der Erfahrung in HTML und CSS mit sich bringt. Nach 20 seiten und konnte bereits einiges neuerlerntes bereits hifreich einsetzen bei einem Projekt wo wir opencart.com verwenden. Was ich interessant finde ist, dass es unglaublich viel Aehnlichkeit hat eine neue Fremdsprache zu lernen. Zuerst muss man mal das Vokabular lernen und die Grammatik um kommunizieren zu koennen – das selbe ist mit PHP oder Javascript…

Bin schon gespannt, denn das Buch verspricht, anhand der Lektionen, am Ende ein selbstentwickeltes CMS.

Was soll ich sagen: Cool!

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Samuel http://edelrot.net <![CDATA[Ganz heiss: Wohnung Fotos]]> http://australia.edelrot.net/?p=443 2010-03-27T09:41:59Z 2010-03-27T09:41:59Z Habe sie meiner Schwester for Ewigkeiten versprochen – nun sind sie endlich da – Fotos von unsere (fast) neuen Wohnung in Erskineville. Enjoy!

Ok, zuerst einmal der Kuehlschrank. Ein japanisches Prachtstueck in silver. :D

The fridge

The fridge

Natuerlich habe ich ihn gleich getestet und meine spezielle Tomatensauce gemacht.

The cook

The cook

Da wir gerade von der Kueche reden… hier ein Foto von der Ecke wo der Teufel kocht.

Kueche

Kueche

Na das Buegelbrett darf natuerlich nicht fehlen. Eigenartig, dass wir ein Buegelbreet vor einem Fernseher
haben… hmmm… bessere Beschaeftigung? Buegeln ist gar nicht mal so schlecht mit einem Bier…

Buegelbreet Ecke

Buegelbreet Ecke

Noch ein Foto von der Kueche. Etwas 80er Jahre angehaucht aber das ist ja wieder voll trend (whatever).
Neal, mein Freund der immer noch in den 70er Jahren steckt, war voll begeistert!

Kueche

Kueche

Unser ganzer stolz. Kommt hier nicht richtig zur geltung, ist jedoch eine riesenflaeche.
Recht im Bild mein Esky, (bitte nicht verwechseln mit meines Bosses – Georges – Katze die auch Esky heisst – “weils sie so cool ist”.) den ich im Aldi erworben habe (ja genau, viele Aldi’s hier in Sydney). Naechster zukauf – ein Barby (nicht die Puppe – sondern ein Gasgrill).

Balkon Aussicht

Balkon Aussicht

Bad – nichts besonderes – auch im hoelzernen 80er Stil und…

Bad

Bad

… Schlafzimmer. Wir haben mal schon die Matratze – das Geruest muss noch warten ;D

Schlafzimmer

Schlafzimmer

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Samuel http://edelrot.net <![CDATA[Männer tanzen. Männer sind Pflanzen.]]> http://australia.edelrot.net/?p=420 2010-02-01T12:04:03Z 2010-02-01T12:02:16Z Es gibt Männer die tanzen gern.

Sie schwingen auf der Tanzfläche mit ihren Partner bei Salsa Musik.

Es gibt Männer die stehen wie Pflanzen an der Bar -

angewurzelt an einem Drink als wäre dieser der tägliche, einzige Tropfen Wasser in einer Wüste – eine heisse Wüste – denn diese Männer bewegen sich zudem kaum. Energetischer Sparkurs.

Zu welcher Gattung reihst du dich ein? Hmmmm….

Ich – glaube, manchmal bin ich eine Wüstenpflanze und manchmal ein spanischer Stier. Es hängt vom Abend ab, von den Leuten, von der Gesellschaft, von der Musik, wieviel ich getrunken habe. Aber grundsätzlich gefällt mir tanzen und ich glaube ich würde gerne zu tanzen wissen, zB. Salsa.

Sofija tanzt Salsa nun seit Jahren und nun ja, sie hat mir die basics beigebracht aber man stosst so ziemlich schnell an den Grenzen des Machbaren, und sehr oft auf die Füsse des Partners. Da fragte sie mich glatt ob ich mit ihr einen Tanzkurs machen möchte.

Keine einfache Entscheidung. Die Vorstellung mit Sofija Salsa tanzen zu können und sie führen zu können klingt schon geil. Ich weiss aber nicht ob das so meins ist, das mit der Tanzschule. Hmmm… ich glaub einfach mal, dass das eine dieser Sachen ist, die man herausfindet indem man sie einfach ausprobiert. Na, dann versuchen wir es eben mal. Schlimmer kann es ja nicht werden, nicht? :D

Na ich hoff ich bin jetzt nicht die einzige Wüstenpflanze die anfangt zu tanzen und rufe all die anderen befreundeten Wüstenpflanzen auf: Bewegt euch!!!! Tanzt!!!!

Guten Abend.
Spanischer Stier.

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Samuel http://edelrot.net <![CDATA[Wir ziehen zusammen]]> http://australia.edelrot.net/?p=417 2010-02-01T11:33:35Z 2010-02-01T11:24:50Z Na, das war ja auch endlich Zeit! Sofija und ich kennen uns nun seit fast genau 2 Jahren. Um genau zu sein seit 2 Jahre und einen Tag – wir haben uns an einem Sonntag kennen gelernt – tanzend – in der berühmt berüchtigten Cargo Bar. Viel ist seitdem geschehn, viel haben wir erlebt. Wir sind gereist, wir haben uns verlobt. Nun der nächste große Schritt: zusammenziehen. Ich bin unheimlich gespannt wie das werden wird, positiv gespannt.

Natürlich haben wir die ganz natürlich, fast im Erbgut eines jeden Menschen, verankerten Debatten, welche Servietten wohl am besten mit unserm (noch nicht vorhandenen Tisch) wohl zusammenpassen mögen, natürlich ist das aufregend. Oder die Frage, ob ein 52″ Monitor wohl den Raum genug füllen kann (falls wir uns den leisten können – nicht den Raum – sondern den Monitor).

Viel aufregender ist aber die Frage wie das so sein wird – das mit dem zusammenleben. Ihr müsst wissen, Sofija und ich lebten seither getrennt und sahen uns “nur” am Wochenende. Plötzlich werden wir jeden Tag miteinander teilen. In teilen sind wir gut. Ich denke, das Pendel wird etwas ausschwingen und sich dann finden – irgendwo Mitte +/- . Alles findet seinen Weg, man muss nur daran glauben.

Na dann, die Wohnung haben wir schon mal. Fragt bitte nicht wie sie ist, denn ich weiss es selber nicht – ich hab sie noch gar nicht gesehen. Ich könnte auch einfach ehrlich sein, oder lügen, oder einfach sagen: sie ist ultrageil mit Tennisanlage, Sauna, Gym, Pool, … auch ja und die Wohnnung…   Ich hab die Wohnung wirklich noch nicht gesehen. Das mit der Tennisanlage, Sauna, Gym und Pool stimmt aber :D

Nun fehlen nur noch Matratze, Kühlschrank und Waschmaschine – und das Abenteuer kann beginnen!

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Samuel http://edelrot.net <![CDATA[Geburtstag. 30/1.]]> http://australia.edelrot.net/?p=406 2009-11-01T22:42:23Z 2009-11-01T22:42:23Z

Ich bin 30 Jahre alt. Das war ein langer Prozess. Er dauerte 30 Jahre. Es gab Höhen und Tiefen, Kurzsichten und Weitsichten, Einfälle und Ausfälle, Erlebnise und Misserfolge. Doch nichts geschah nur in einem Tag – und die Feier zu meinem 30 Geburtstag geschah nun eben auch nicht nur an einem Tag. Es zog sich über eine ganze Woche hin. Ich liebe normal spontane Sachen: Jetzt oder nie. Doch manchmal sind langgezogen Erfahrungen auch gut – im richtigen Augenblick. Das war ein richtiger Augenblick  – nun ja, Augenschweif.

Als Sofija von ihrem Urlaub zurückkam gab es schon mal Geburtstagsgeschenke. Pullover und Bücher. Dann gingen wir auch noch gemeinsam Einkaufen. Ich wünschte mir eine neue Jeans. Ich liebe die Jeans.

Am Mittwoch dem 28. Oktober gingen wir dann mal alle aus, Sofija, ich und meine Mitbewohner Johannes und Tracey. Ich plante zwar meine Feier am Samstag, doch Jannes fuhr für einige Wochen nach Neuseeland (neid!) und Tracey war am Wochenende auch nicht da. Also gingen wir alle gemeinsam zum Thai in McMahons Point. Es war wunderbar mal wieder gemeinsam auszugehen und Spass zu haben.

Am Donnerstag, zu meinem eigentlichen Geburtstag, bekam ich einen Kuchen im Büro und natürlich herzlichste Glückwünsche und einen Schnaps. ich hatten dann noch einen wunderbaren Abend mit Sofija – bevor dir Party am Samstag los ging.

Mehr zu meiner Geburstagsfeier und meinem special Guest Mamma in Sydney demnächst.

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Samuel http://edelrot.net <![CDATA[Schweinsbraten in Kirribilli]]> http://australia.edelrot.net/?p=394 2009-11-01T22:04:41Z 2009-11-01T22:02:37Z

Es kommt bestimmt nicht oft vor, dass es irgendwo in Kirribilli gut nach Schweinsbraten riecht. Letztes Wochenende hat sich mein Mitbewohner Johannes dazu bewogen diese traditionelle Österreichische kulinarische Spezialität zuzubereiten – mit Erfolg!

Es war einfach nur fantastisch was der Johannes da hergezaubert hat. Es hat überall gebrodelt und gedampft in der Küche wie im Maschinenraum eines Luxusdampfers nach Fiji. Sobald jedoch mal alles am Tisch stand befanden sich alle Gäste wie in einem Speisasalon: Beste Australische Weine waren da, ein Schweinsbraten mit Kruste, Knödel waren zubereitet und natürlich Sauerkraut.

In allem ein voller Erfolg und natürlich hofen wir das dies nicht das letzte mal war, dass wir dieses wundertat miterleben. Einzig allein Tracey, unsere Mitbewohnerin, fehlte zu dem Abendessen. Sie war jedoch wiederum sehr pünktlich für den Marmorkuchen zu Hause den wir noch genüsslich mit einer Tasse Kaffee verzehrten, bevor sich die Gäste langsam, gefüllt nach Hause rollten und wir uns langsam, gefüllt in die Betten.

All Fingers up Mr. Johannes!

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Samuel http://edelrot.net <![CDATA[You are noise]]> http://australia.edelrot.net/?p=391 2009-10-14T10:19:09Z 2009-10-14T10:19:09Z Ich lebe in Australien und wie man so schön sagen kann lebt man somit unten-drunter – also am Rande der Welt (falls es so einen Rand geben sollte). Alles kommt etwas später an (oder zu früh), vieles braucht länger, das Wasser dreht sich in die andere Richtung. Letzteres hat mit dem Ganzen nichts zu tun, ich schreib es trotzdem. Ohne Flugzeuge und Satelliten währen wir hier in down-under ziemlich aufgeschmissen. Von denen gibt es aber reichlich. Vor allem Satelliten und unterwasser Glasfaserkabel die uns Inselbewohner mit euch Festlandbewohnern verbinden.

Grund zu feiern! Denkt sich einer. Endlich kann ich von meinem iPhone aus auf der Toilette sitzend mit meinem Kumpel in Australien chatten während er sich im Büro langweilt. Technologie schlagt unglaublich viele Brücken  – Brücken die wir physisch gar nicht bauen könnten. So viele aber, und so schreckliche dass sie uns fast erschlagen.

Es erstaunt mich in letzter Zeit immer wieder wie viele Freunde und Bekannte plötzlich redeslig geworden sind. Leute, die vorher kaum mal “Hallo.” sagten, reden wie ein Wasserfall. Und Leute die wie ein Wasserfall redeten reden immer noch wie ein Wasserfall. Grund sind einige Sachen die sich in den letzten Jahren so taten: Einmal kam Facebook und Twitter am Markt und jeder entdeckte was Social Networks bedeutet und zweitens das iPhone das alles mobil machte.

Ich finde Facebook ist die schlechteste Erfindung seit der Erfindung des Internet. Facebook tötet Beziehungen. Es frisst die Spannung einer Beziehung, das ungeplante geht verloren. Gibt es was schöneres wenn ich einen Freund den ich seit 2 Jahre nicht gesehen habe plötzlich über dem Weg laufe? Oder wenn ich eines Tages einen Anruf bekomme von einem entfernten Verwandeten? Nun ist jeder im Facebook. Man sagt 3 mal Hallo und das wars. Spannung ade. Man sieht sich ja eh immer – in Facebook. Töten wir mit dieser “Über Social Society” nicht die Spannung in unserem Leben?

Wieso müssen oder wollen wir denn grundsätzlich immer wissen was der andere macht – oder nciht macht? Und das nicht nur einmal sondern jeden Tag – wann immer man will. Ist das nicht doof? Wieso muss ich mich durch unzählige, unnötige, unbedeutende Beiträge, Nachrichten, Launen, Lastern von Leuten quälen die ich manchmal gar nicht kenne?

Facebook und Twitter haben einen grossen Nachteil: Sie sind zu einfach zu bedienen um dass qualitative News enstehen können. Jeder trottel kann ein Wort schreiben und “Post” drücken. Kein wunder, dass diese Plattformen (die immer noch keinen Gewinn erzielen aber wohl expandieren) wachsen wie Schämme nach dem Sommerregen.

Nachrichten ohne Bedeutung bezeichnet Twitter als “Noise”. Fuer mich,  neue Form vom Spam, nur nicht per Mail, sondern reelle Nachrichten die nichts-sagend, kräftezerend und zeitraubend sind.

Ich möchte in einer Zeit leben in der man Brieftauben verwendete um Nachrichten zu verschicken. Das war so umstaendlich, dass man sicher sein konnte, dass die Nachricht die man bekam von Bedeutung ist und – man wusste nicht mal von wem… feel the suspense?

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Samuel http://edelrot.net <![CDATA[Verliebt verlobt verschmolzen]]> http://australia.edelrot.net/?p=387 2009-09-03T08:22:26Z 2009-09-03T08:22:26Z Sofija und ich gingen vor 6 Wochen auf einem grossen Urlaub nach Europa. Gross nicht deshalb, da der Urlaub 4 Wochen lang war, was ich persoenlich fuer so einen grossen Urlaub als kurz empfinde, sondern weil wir in den 4 Wochen halb-Europa anguckten. Das ist natuerlich uebertrieben, es war bestimmt nicht halb-Europa. Wir zirkulierten in dieser kurzen Zeit  in 7 Laendern – ist doch was, nicht?

Wien, unser erster Aufenthalt auf der langen Reise, war fuer mich emotional interessant. Ich muss gestehen, dass ich sowohl aufgeregt war meine Familie zu sehen als auch meine Freunde, und die Stadt. Wien war fuer so lange mein zu Hause, dass ich es wie meine Westentasche kenne. Es gibt Winkel und Strassen in der Stadt, die mich an besondere Ereignisse erinnern. Wenn ich durch eine solche Strasse oder Gasse spaziere, erwecken Erinnerungen und Emotionen. Um so schoener war es diesmal gemeinsam mit Sofija durch Wien zu gehen und Wien neu kennen zu lernen. Doch wir waren nicht wegen Wien in Wien sondern um meine Schwester Judith, Michael und Felix zu treffen. Die Zeit mit Ihnen war einfach wunderbar. Man kann kaum beschreiben mit welchen Genuss man Momente an sich reisst wenn man jemanden nach so langer Zeit wieder trifft. Jede kleinste Veraenderung einer Person faellt ins Auge – jede erzaehlt eine Geschichte.

Unsere Reise ging weiter nach Prag. Prag war das erste gemeinsame jungfrauliche Ziel fuer uns – beide waren wir noch nie dort und wir wussten nicht was wir uns erwarten sollten. Ich sage immer, man solch sich am besten nichts im Leben erwarten, doch jeder Mensch erwartet sich immer irgendwas. Prag uebertraf jede Erwartung, Prag ist einzigartig. Das naechtliche romantische rumirren ueber Steinbruecken und unglaublich beleuchteten Gebaude bei Nacht. Die vielen buten Menschen die durch die engen Gassen stroemen. Das Bier. Das Essen. Das Schloss. Prag ist die Hochburg der Liebe.

Die Zugfahrt nach Prag war lang, umdesto mehr freuten wir uns auf die Umarmung meiner Mutter in Brixen. Es war eine etwas eigenartige Situation sich in einer Position zu befinden staendig uebersetzen zu muessen – Sofija und meine Mutter sprechen keine gemeinsame Sprache – doch mit der Zeit gewoehnte ich mich und, was umso faszinierender war, die beiden verstaendigten sich auch untereinander – irgendwie. Das wiederum verstand ich nicht. Ich verstand jedoch das wesentliche und dafuer braucht man keine Sprache zu sprechen: die beiden mochten sich – sehr. Das machte mich gluecklicher als jede Wanderung die wir gemeinsam unternahmen.

Wir fuhren fuer einen Tag nach Meran um zu einem Konzert von Emiliana Torrini zu gehen. Das Konzert fand in den Gaerten des Schlosses Trauttmansdorff statt – bei Nacht. Die Buehne war auf dem kleinen Teich in den Gaerten. Die Stimmung war bezaubernd, luftig betoerend zwischen Sizilien und Island, warm und melancholisch. Ich fand, dass dieser Augenblick ein spezieller Augenblick fuer uns beide war. Dieser Abend wird auch als jener Abend in Erinnerung bleiben an dem wir uns beide verlobt haben. Etwas was ich feststellen musste ist, dass wenn ich Freunden von der Verlobung erzaehle, sie mich sofort fragen, wann wir heiraten werden. Ich finde das schrecklich, da ich konkret ueberhaupt nicht an eine Heirat dachte, weder als ich den Ring kaufte, noch wenn ich Sofija um die Hand bat. Das mag verrueckt sein, doch ich finde, dass die Verlobung an sich ein so grosser Schritt ist, den wir mal geniessen und leben wollen, dass es noch keinen Platz fuer den Gedanken der Hochzeit gibt. Ueberhaupt finde ich, dass viele Menschen glauben, dass die Verlobung nur eine entwertete Vorstufe der Hochzeit sei. Das bestreite ich. Ich finde, dass die Verlobung ebenso wichtig ist wie das Event der Hochzeit und ausserdem finde ich, dass beide nicht ausschliesslich das andere voraussetzen. Man kann sich verloben und sich keine Gedanken ueber die Hochzeit machen,  der Beweis sind wir. Ich finde ueberhaupt den Begriff Verlobung als solchen nicht zeitgemaess. Wenn ich ihn benutze um das zu beschreiben was ich bezwecke ist es um es anderen einfacher zu machen zu verstehen was wir leben. Sofija und ich leben in einem Stadium das uns so nahe gebracht hat, dass wir uns ein Leben voneinander nicht mehr vorstellen koennen weil wir uns lieben, schaetzen und brauchen, weil wir gemeinsam den Weg des Lebens (wie kitschig das auch klingen mag) gehen wollen. Die Eingestehung dieses Zustandes von uns brachte mich dazu diesen durch ein Symbol des Ringes zu wuerdigen um unsere Gedanken und diesen festzuhalten. Nun, es faellt schwer einen Begriff fuer diesen Zustand neu zu erfinden und daher verwendete ich “Verlobung” als solchen, jedoch nicht die klassische Verlobung sondern die unsere eigene Art von Verlobung, die jedoch nicht minderwertig ist in allem was die klassische besitzt. Dies bedeutet nun nicht, dass eine Hochzeit ausgeschlossen ist. Es bedeutet nur nicht, dass eine Hochzeit geplant ist. Ich finde, so wie es mit der “Verlobung” geschehen ist, sollte es wenn, dann auch mit der Hochzeit geschehen. Sie soll dann stattfinden wenn wir eine Hochzeit als angemessen erachten, wenn diese ein Schritt wird fuer den wir uns freuen und vor allem bereit sind. Die Hochzeit muss zum Augenblick passen, so wie die “Verlobung” zu Augenblick gepasst hat. Ich finde ueberhaupt wir leben in einer sehr egomanen Zeit. Die Welt sozialen Strukturen wandeln sich von einem miteinander und fuereinander zu einem ich-und-kein-anderer um. Man betrachte nur sich selbst wie viel man besitzt um aufzufallen, um herauszustechen, um sich zu kommunizieren. Dieses egomane Weltbild braucht neue egoman freundliche Strukturen da alte Strukturen wie politische Strukturen (Demokratie) oder religioese Strukturen (Christentum) ueberholt werden. Was geschieht ist, dass Menschen an diesen alten ueberholten Strukturen interesse verlieren und sich ihre eigene schaffen – ihre eigene Politik (eigene Meinungen zaehlen mehr als Meinung einer jeden Partei) und ihre eigene Religionen. Begriffe sind keine Ausnahme da Begriffe die kuerzeste Beschreibung eines “Etwas” sind. Wenn nun dieses “Etwas” auch ueberholt ist brauchen wir einen neuen Begriff um diesen mit “Etwas neuem” zu ersetzen. Ich sage das deshalb, da dies eine moegliche Erklaerung fuer das ist was uns im Sinne unserer “Verlobung” geschah. Ich glaube, es gibt keinen anderen Begriff der das was wir bezwecken besser beschreiben kann doch andererseits, ist es nicht ganz das, was wir wirklich bezwecken. Wenn ich fuer das was wir bezwecken einen Begriff erfinden muesste wuerde ich ihn “Verschmelzung” nennen. Also noch mal von vorn. Sofija und Ich haben uns verschmolzen. Na wie klingt das?

Ein paar Tage nach der Verschmelzung fuhren wir nach Interlaken. Interlaken liegt in der Schweiz, sanft gebettet inzwischen zwei grossen Seen und vor den Fuessen hoher 4.000er Berge. Auf einen von diesen fuhren wir mit einer speziellen Bahn hoch und genossen einen Tag lang einen unglaublichen Tag im Schnee auf einem Gletscher. Wir fuhren nach 2 Tage wieder. Ich verabschiedete mich mit einem massiven Sonnenbrand den ich mit nach Nizza nahm.

Vom Gletscher zum Badestrand in 24 Stunden ist ein eigenartiges Gefuehl. Man moechte Schneebaelle werfen wirft jedoch Sand um sich – ach ja – Steine um genau zu sein denn in Nizza gibt es keinen Sand Strand. Den fanden wir in Cannes. Leider sahen wir keine beruehmte Persoenlichkeiten – suchten jedoch auch nicht solche da wir uns selbst fuer welche hielten. Der Tagesausflug von Monaco war gepraegt mit interessanten Entdeckungen wie die vielen Aufzuege in der Stadt und die Sammlung alter Automobile des Prinzen.

Ich war schon mal in Cinque Terre doch es ist jedesmal ein Erlebnis jene Doerfchen an der italienischen Kueste zu besuchen. Wir wanderten von einem zum anderen Doerfchen und beschritten die “Via dell’ amore”. Wir befereundeten uns mit einem amerikanischen Paerchen das sich ebenso wunderte wieso an einer Starssenecken immer drei Katzen schliefen als waeren sie Geschwister.

Venedig war die kulturelle Kroenung unseres maechtigen Ausflugs und etwas mit Melancholie getruebt da das Ende des gemeinsamen Ausflugs naeherte und damit auch die unweigerliche Trennung fuer weiter 2 langen Monaten. Der Besuch der Biennale di Venezia liess uns jedoch alles fuer einen Tag vergessen und wir schwirrten wie Bienen von einem zum naechsten Pavillion.

Nun, zurueck nach Hause, beschaeftige ich mich mit der Frage was ich mit all den Fotos am besten anfangen soll. Natuerlich vermisse ich mein anderes Ich extrem, freue mich jedoch bereits sie wieder bald umarmen und kuessen zu koennen damit wir gemeinsam unser noch so langen und wundervollen Weg weiter beschreiten koennen.

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Samuel http://edelrot.net <![CDATA[Einrichtung Tour-de-force]]> http://australia.edelrot.net/?p=377 2009-06-01T07:25:12Z 2009-06-01T07:00:06Z

Dieses Wochenende stand unter dem Moto: Zusammenleben ausloten.

Sofija und Ich planen naemlich ende dieses Jahr/anfang naechstes Jahr zusammenzuziehen. Da Frauchen (Herrchen natuerlich auch) es kaum erwarten kann, dachten wir, wir sollten mal ausloten ob unsere Geschmaecker in Sachen “einrichten” zusammen passen.

Ich hatte diesen genialen Einfall von Kirribilli nach St. Leonards zu wandern. St. Leonards ist bekannt fuer die unheimliche Anzahl an Einrichtungshauser. Die Ausflugs Idee bekam mehr “interesse” von Frauchen mit der Einlage, ein Kaffee und Kuchen Intermezzo im Bazaar Beer Cafe zu machen. Und ab waren wir.

Ich hatte eine halbe Vorahnung was uns erwartet, neben Kopfschmerzen und “schnalzige” Preise, doch die Realitaet war weitaus haerter. Ab einem bestimmten Punkt des Pacific Highways der nach St. Leonards fuehrt, steht ein Einrichtungshaus nach dem anderen. Dort findet man fuer jeden was, von Freedom Furniture bis Coco Republic Furniture.

Was mir auffiel war:

  1. Das meine Kopfschmerzen und Muedigkeit schneller einkickten als ich dachte, und
  2. das es unglaublich muehsam ist von einem Geschaeft zum naechsten zu latschen wenn man nicht ein “Target” – also – ein Ziel hat. Man schaut sich quasi alles an.

Das Fazit nach 3 Stunden Einrichtung gucken:
Waehrend Sofija mehr auf Holz, prunk, hell, floral, rot, orange, bequem, romantisch steht, steh ich mehr fuer Holz, dunkel, funktional, schwarz, weich, einfach, warm, einzigartig, aha, cool. Das gute: Es gibt Ueberschneidungen und es laesst sich gut mixen.

Nach dem ganzen gucken konnten wir nicht mehr gucken. Der Kaffee war mehr als herrlich. Nach dreistuendiger Einspannung – entspannten wir uns und gingen mit einem positiven Gefuehl nach Hause:

wir koennen es kaum erwarten uns einzurichten.

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